Øvrig viden

Kraftig Tilbagegang for Stormmåge i Danmark

Mikkel Preisler
Af Mikkel Preisler 6. maj 2026

Kopenhagen, 14. Mai 2026 – Die Stormmåge (*Larus canus*), eine der häufigsten Möwenarten Dänemarks, erlebt einen besorgniserregenden Bestandsrückgang. Frühere riesige Kolonien auf Inseln und Holmen schrumpfen rapide, melden Experten der Dansk Ornitologisk Forening (DOF) und Naturporten. „Die Zeiten der Massenansammlungen sind vorbei“, warnt DOF in jüngsten Berichten.

Die Stormmåge, 40–46 cm groß mit einem Flügelspann von 99–108 cm, ähnelt einer kleineren, schlankeren Silbermöwe. Ihr rundes Haupt, schlankes Schnabel und schwarze Augen machen sie unverkennbar. Sie brütet an Küsten, Fjorden und Mooren, ernährt sich von Insekten, Regenwürmern und Abfällen. Doch Veränderungen im Landbau – weniger Pflügen, bessere Abfallverwertung – und strengere Deponie-Regeln treiben den Rückgang voran. „Seit Jahrzehnten sinkt die Zahl, besonders in Vadehavet und Tøndermarsken“, bestätigt Naturporten. Flocken von bis zu 100.000 Vögeln aus der Ostsee überwintern noch, doch dänische Brutpaare werden rarer.

BirdLife International schätzt die europäische Population 1990–2003 auf 1,5–2,2 Millionen Paare, mit Russland und Deutschland als Hotspots. In Dänemark yngeln sie sporadisch südlich von Deutschland, am südlichsten in der Schweiz. DOF-Berichte aus 2018–2019 und aktuelle Beobachtungen deuten auf anhaltenden Verlust hin. „Ohne Gegenmaßnahmen droht ein Kipppunkt“, mahnt Ornithologe Jan Hansen.

Trotz Rückgangs bleibt die Stormmåge weit verbreitet im nördlichen Europa und Asien. In Dänemark häufig an Feldern und Deponien zu sehen, ziehen viele nach Südwesteuropa. Umweltgruppen fordern Schutzmaßnahmen: Mehr Insektenhabitats und Brutinseln. „Die Stormmåge ist ein Warnsignal für unsere Ökosysteme“, so Hansen.

Experten rufen zu Bürgerbeobachtungen auf – via DOFbasen oder Apps. Der Bestandsrückgang unterstreicht den Klimawandel-Einfluss auf Küstenarten. Bleibt abzuwarten, ob 2026 eine Wende bringt.

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